Westfälische Notarkammer
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Arrivederci Notarin Gudrun Schräder-Hochstetter

Mit Ablauf des 30.11.2006 ist Frau Rechtsanwältin und Notarin Gudrun Schräder-Hochstetter aus Bochum – vom Gesetzgeber gezwungen – aus dem Notaramt ausgeschieden. Die Westfälische Notarkammer hat zugleich ihre Vizepräsidentin verloren. Wir verabschieden Frau Schräder-Hochstetter mit Wehmut und mit herzlichem Dank für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement.

Frau Kollegin Schräder-Hochstetter wurde im Jahre 1972 zur Notarin ernannt. Am 24.11.1990 wurde sie auf Vorschlag des Bochumer Anwalt- und Notarvereins von der Kammerversammlung einstimmig in den Vorstand der Notarkammer gewählt. Am 22.08.2001 wurde Frau Schräder-Hochstetter aus der Mitte des Vorstandes in das Präsidium der Kammer gewählt, wo sie das Amt der Schriftführerin übernahm. Am 27.06.2003 schließlich wurde sie vom Vorstand zur Vizepräsidentin der Westfälischen Notarkammer gewählt. Zugleich hat Frau Kollegin Schräder-Hochstetter viele Jahre lang die Interessen des Anwaltsnotariats im geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Anwaltsnotariat im DAV gefördert.

Die jahrzehntelangen notariellen Erfahrungen von Frau Kollegin Schräder-Hochstetter, ihre intensive Befassung mit dem Familienrecht und ihr durch unzählige Strafverteidigungen gestählter analytischer Geist waren für die Notarkammer unverzichtbar. Trotz übervollen Terminkalenders war Frau Schräder-Hochstetter immer bereit, Aufgaben zu übernehmen, die weit jenseits einer ehrenamtlichen Tätigkeit angesiedelt waren. Manchmal mit etwas Murren, aber immer mit herzlichem Humor, leistete sie jeder „Ladung“ der Kammer Folge. Viele Präsidiumssitzungen konnten zudem nur deshalb zügig und erfolgreich zu Ende gebracht werden, weil Frau Kollegin Schräder-Hochstetter es sich nicht nehmen ließ, die notwendige Nervennahrung (leckerste Schokoladen) mitzubringen.

Als Rechtsanwältin wie auch als Notarin ist und war Frau Schräder-Hochstetter trotz Entschiedenheit in der Sache immer um Ausgleich bemüht. Ihr gelang es stets, die spezifischen Belange des Anwaltnotariats, aber auch die der einzelnen Kolleginnen und Kollegen, angemessen zu würdigen. Sie war bereit, über Fehler, die im Eifer des Gefechtes geschehen können, hinwegzusehen. Sie fühlte sich andererseits persönlich angegangen, wenn sie feststellen musste, dass Kammermitglieder ihre Pflichten gröblich verletzten. Der Vorstand und die Kammer insgesamt werden auf dieses Augenmaß nur schwer verzichten können.

Umso mehr hoffen wir, dass Frau Kollegin Schräder-Hochstetter ihrem offenbar geheimen Wahlspruch „Stress hält jung“ treu bleibt und uns noch viele Jahre mit Rat und Tat zur Seite steht.

Arrivederci Gudrun Schräder- Hochstetter!

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